Hölderlin-Nürtingen

VIDEO 8 / Der Urichstein und der Winkel von Hardt

Der Ulrichstein und der Winkel von Hardt

VIDEO 8 / Der Urichstein und der Winkel von Hardt

Der Ulrichstein und der „Winkel von Hardt“

Er ist seit Jahrhunderten ein beliebtes Ausflugsziel. Der Ulrichstein (Naturdenkmal), Hölderlins „Winkel von Hahrdt“, ist ein markanter Rhätsandstein-Block, der sich von der Hangkante gelöst hat und auf dem darunter liegenden Knollenmergel abgerutscht ist. Auch der aufgelassene Steinbruch unmittelbar beim Ulrichstein ist ein Naturdenkmal. In Hardt lässt sich bereits im Jahr 1366 die erwerbsmäßige Gewinnung von Natursteinen nachweisen, erst Mitte des letzten Jahrhunderts wurde der Abbau des Rhätsandsteins in Hardt eingestellt.
Der Ulrichstein war ein Ziel, zu dem der junge Hölderlin mit seinem Bruder Karl von Nürtingen aufbrach. „Ich dachte … an den schönen Maitagnachmittag, wo wir im Walde bei Hahrdt bei einem Kruge Obstwein auf dem Felsen die Hermannsschlacht zusammen lasen. Das waren doch immer goldne Spaziergänge, Lieber, Treuer!“ schrieb Friedrich Hölderlin am 13. Oktober 1796 an seinen Stiefbruder Karl Gock.
Die Landschaft dieser Gegend und die Sagen um Herzog Ulrich inspirierten Hölderlin zu seinem Gedicht „Der Winkel von Hahrdt“, dem letzten von neun Gedichten seiner als „Nachtgesänge“ bezeichneten Sammlung. Das berühmteste dieser 1804 erstmals veröffentlichten Gedichte ist „Hälfte des Lebens“.

Der Winkel von Hahrdt.

Hinunter sinket der Wald,
Und Knospen ähnlich, hängen
Einwärts die Blätter, denen
Blüht unten auf ein Grund,
Nicht gar unmündig
Da nemlich ist Ulrich
Gegangen; oft sinnt, über den Fußtritt,
Ein groß Schicksaal
Bereit, an übrigem Orte.                           Friedrich Hölderlin, Nürtingen, Januar 1804

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