Hölderlin-Nürtingen

Projekt Gedichtstein Hardt

Und segne du mein Leben, oh Himmel der Heimat, wieder!

Gedichtstein in Hardt

In Hardt stehen die letzten Verszeilen aus Hölderlins Gedicht „Rückkehr in die Heimath“ in Stein gemeißelt
Der im Juni 2012 aufgestellte Gedichtstein im Nürtinger Ortsteil Hardt wurde vom Steinbildhauer Alfred Jüttner bearbeitet und gestaltet. Der außergewöhnliche Rhätsandstein-Brocken stammt aus dem Neckarhäuser Bauernwald. Der Gedichtstein mit einem Zitat aus Friedrich Hölderlins „Rückkehr in die Heimath“ steht am Hadter Waldrand, unweit des Ulrichsteins, mit Blick in Richtung Wolfschlugen. Die letzte Zeile des Gedichts „Und segne du mein Leben, o Himmel der Heimat, wieder!“ erinnert an die Spenderin des Gedichtsteins, die anonym bleiben wollte. Der Stein wurde auch als Erinnerung an ihren verstorbenen Mann aufgestellt, der ein großer Liebhaber Hölderlins war. Die gemeinsamen Spaziergänge des Ehepaars führten oft an der Stelle vorbei, an der nun der Gedichtstein steht. Die Gedichtsteinen sollen den Spendern und Steinpaten, anderen Spaziergängern und Wanderern, die des Wegs kommen Freude bereiten, sie sollen Anlass sein, zum Innehalten und Nachdenken. Mit dieser Steinpatenschaft wurde diese Idee in besonderer Weise erfüllt. Denn: Literatur braucht auch Verortung und Verstetigung, Kunst braucht Menschen, die Kunst lebendig halten und sie für künftig Generationen überliefern.

Mit dem Rundwanderweg „In Hölderlins Landschaft“ ist diese Verortung und Verstetigung gelungen. Die Gedichtsteine sollen als Wegmarken und Zeichen stehen. Die in Stein gemeißelten Gedichtzeilen sollen die Lyrik Hölderlins den Menschen näher bringen.

Der Gedichtstein am Waldrand von Hardt

 

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