Hölderlin-Nürtingen

Video: In Hölderlins Landschaft

Schillerhöhe: Ausblick auf die Alb

Video Kapitel 3: In Hölderlins Landschaft

Der Rundwanderweg führt über Höhenwege mit Aussichtspunkten, durch Wälder und auf Wiesenwegen in „Hölderlins Landschaft“. Hölderlin war ein geübter Wanderer. Er bewältigte 40 bis 50 Kilometer am Tag. In damaliger Zeit war es üblich, viele und lange Wegstrecken zu Fuß zurückzulegen. Doch Hölderlin wollte sich auch ganz bewusst durch das Gehen in der Natur einen Ausgleich zur geistigen Tätigkeit schaffen. Wir wollen Sie einladen, den Nürtinger Spuren des bedeutenden deutschen Lyrikers zu folgen.

Schillerhöhe: Ausblick auf die Alb „Wir können nicht Berge zu Talen, und Tale zu Bergen machen. Aber wir können uns auf dem Berge des weiten Himmels und der freien Luft, und der stolzen Höhe, und im Tale der Ruhe und Stille freuen, und mit den Lieblichkeiten und Herrlichkeiten, die wir von oben herab übersehen hätten, um so vertrauter werden. Noch besser! Gibt‘s auf dem Berge für uns zu tun, so klimmen wir hinauf, können wir pflanzen und bauen im Tale, so bleiben wir da.“ Brief an den Bruder, 1795

Der Rundwanderweg hoch zum Galgenberg folgt einer historischen Wegstrecke, die über viele Jahr-hunderte Nürtingen mit der Stadt Grötzingen verband. „Ihr wogenden Gebirg!“ Eindrücklich kann an diesem Aussichtspunkt nachvollzogen werden, welche heimatliche Landschaft Hölderlin meinte.

Rükkehr in die Heimath.

Ihr milden Lüfte! Boten Italiens!
Und du mit deinen Pappeln, geliebter Strom!
Ihr woogenden Gebirg! o all ihr
Sonnigen Gipfel, so seid ihrs wieder?

Du stiller Ort! in Träumen erschienst du fern
Nach hoffnungslosem Tage dem Sehnenden,
Und du mein Haus, und ihr Gespielen,
Bäume des Hügels, ihr wohlbekannten!

Wie lang ists, o wie lange! des Kindes Ruh
Ist hin, und hin ist Jugend und Lieb und Lust;
Doch du, mein Vaterland! du heilig –
Duldendes! siehe, du bist geblieben.

Und darum, daß sie dulden mit dir, mit dir
Sich freun, erziehst du, teures! die Deinen auch
Und mahnst in Träumen, wenn sie ferne
Schweifen und irren, die Ungetreuen.

Und wenn im heißen Busen dem Jünglinge
Die eigenmächtgen Wünsche besänftiget
Und stille vor dem Schiksal sind, dann
Gibt der Geläuterte dir sich lieber.

Lebt wohl dann, Jugendtage, du Rosenpfad
Der Lieb, und all ihr Pfade des Wanderers,
Lebt wohl! und nimm und seegne du mein
Leben, o Himmel der Heimath, wieder!

Über den Verein Hölderlin-Nürtingen. Wir freuen uns auf neue Mitglieder und über Sponsoren für unser Kulturprogramm. Unseren Sponsoren herzlichen Dank – sie machen unsere Beiträge zur Kultur möglich:

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