Die schwäbischen Romantiker und Hölderlin

Vortrag von Dr. Wilfried Setzler im Rahmen der historischen Reihe

Montag, 13. April 2015, 19.00 Uhr, Nürtingen, Stadtmuseum

Als Protestbewegung gegen die Klassiker und den traditionellen Literaturbetrieb um den Verleger Johann Friedrich Cotta entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Tübingen ein literarischer Zirkel junger Studenten, der bald über die Universitätsstadt hinaus bekannt wurde. Die sich um Ludwig Uhland und Justinus Kerner scharenden schwäbischen Romantiker, wie die jungen Poeten bald genannt wurden, begeisterten sich für mittelalterliche Mythologie und Dichtung, für alte deutsche Liederverse und Rittersagen, schwärmten vom unübertrefflichen Reiz der Volksdichtung und schrieben Gedichte, die heute zur Weltliteratur zählen. Zur „schwäbischen Dichterschule“ gehörten dann auch Gustav Schwab, Eduard Mörike und Wilhelm Hauff. Sie alle verband neben dem neuen Lebensgefühl der Romantik auch ein besonderes Verhältnis zu Friedrich Hölderlin, den sie mit scheuer Liebe verehrten und im Hölderlinturm besuchten. In dem mit Bildern illustrierten Vortrag werden die Tübinger Romantiker vorgestellt und ihre besondere Beziehung zu dem Kranken im Turm, der sich selbst verloren hat, der aber – vielleicht gerade deshalb – alle faszinierte.

Eine Kooperation von Schwäbischem Heimatbund, Volkshochschule, Stadtarchiv, Stadtmuseum und Hölderlin-Nürtingen