Hölderlins Götter und Halbgötter

Vortrag Prof. Dr. Ulrich Gaier

Dienstag, 13. März 2012, 20.00 Uhr Nürtingen, Stadthalle K3N, Panoramasaal

„So wäre alle Religion ihrem Wesen nach poetisch.“
„Und jeder hätte demnach seinen eigenen Gott.“
„Halbgötter denk ich jezt / Und kennen muß ich die Theuern.“ „Aber Freund, wir kommen zu spät. Zwar leben die Götter / Aber über dem Haupt droben in anderer Welt. / Endlos wirken sie da und scheinens wenig zu achten, / Ob wir leben, so sehr schonen die Himmlischen uns.“

Diese Sätze Hölderlins (aus theoretischen und poetischen Arbeiten zwischen 1797 und 1801) gilt es zu klären: Was bedeutet für diesen Philosophen, Theologen und Dichter „Gott“, welche Funktion denkt er Halbgöttern wie Herakles, Dionysos, Christus zu?

Ulrich Gaier war bis zu seiner Emeritierung von 1968 bis 2000 Professor für Deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Von 2006 bis 2010 war er Präsident der Hölderlin-Gesellschaft Tübingen.

In einem vom Barock bis in die Gegenwart gespannten Bogen erklingen Werke, die von Hoffnung, Liebe und Trost erzählen und in ihrer Beschäftigung mit jenen essentiellen Themen des Lebens ihre Gültigkeit über den jeweiligen Gattungsrahmen hinaus beweisen. Neben Kompositionen von Purcell, Franck, Ravel und Debussy, stehen auch zwei Uraufführungen von Hölderlin-Vertonungen von Michael Čulo und Mike Svoboda auf dem Programm.

Gebühr: 8,- Euro (Abendkasse)
Eine Veranstaltung der Volkshochschule Nürtingen