Erster Gedichtstein in Hardt

Spende ermöglicht Austellung eines vierten Gedichtsteins

Hölderlin Gedichtstein in Hardt

Am vorletzen Wochenende konnte im Nürtinger Ortsteil Hardt ein weiterer Gedichtstein aufgestellt werden. Der Stein aus dem Neckarhäuser Bauernwald wurde vom in Frickenhausen lebenden Steinbildhauer Alfred Jüttner bearbeitet und gestaltet. Aufgestellt wurde der Gedichtstein durch den Künstler unter Mithilfe von Karin Weinmann und Bauhofmitarbeiter Rudolf Trautmann, welcher routiniert den zentnerschweren Stein mit dem Kran vom LKW hiefte und an seinem neuen Standort absetzte. Neben der Spenderin und engen Freunden, waren auch Mitglieder des Vereins Hölderlin Nürtingen und der Hardt Ortsvorsteher Bernd Schwartz bei der Aufstellung vor Ort.

Der Gedichtstein mit dem Zitat aus Friedrich Hölderlins Rückkehr in die Heimath „und segne du mein Leben, o Himmel der Heimat, wieder!“ steht am Waldrand von Hardt unweit des Ulrichstein mit Blick in Richtung Wolfschlugen. Die Steinen sollen den Paten und anderen Spaziergängern und Wanderern, die des Wegs kommen Freude bereiten, sie sollen Anlass sein, zum Innehalten und Nachdenken. Literatur braucht auch Verortung und Verstetigung, Kunst braucht Menschen, die Kunst lebendig halten und sie für künftig Generationen überliefern, so die Vorsitzende des Vereins Hölderlin Nürtingen Ingrid Dolde über die Idee, welche hinter den Steinen entlang der Rundwanderwegs steckt.

Mit dem Rundwanderweg In Hölderlins Landschaft ist diese Verortung und Verstetigung gelungen, so Ingrid Dolde weiter. Die Gedichtsteine sollen als Wegmarken und Zeichen stehen. Der Wunsch der Initiatoren ist es, dass die Zahl der Steine in den nächsten Jahren weiter anwächst. Ein weiterer Grund für die Gedichtstein-Aktionen ist die Hoffnung, mit den in Stein gemeißelten Gedichtzeilen die Lyrik Hölderlins, dem großen Sohn der Stadt, den Menschen näher zu bringen. Nach Beendigung der Aktion bedanke sich die Vorsitzende Ingrid Dolde im Namen des Hölderlin Nürtingen e.V. bei der Spenderin, dem Künstler Alfred Jüttner und den beiden Helfern Karin Weinmann und Rudolf Trautmann.

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